«Schnell ein paar Fotos» kommt meist nicht gut

Ich höre den Satz öfters innerhalb der Firma: «Ich mache dann schnell ein paar Fotos.» So leicht ist dies gesagt und so schwierig ist es, brauchbare Resultate zu liefern.

Mit dem Web und den Digitalkameras ist alles so einfach geworden, meint man: An einem Anlass, im Workshop oder auf einem Ausflug werden Fotos gemacht, die dann ins Intranet sollten. Doch die Fotos, die zurück kommen, sind meist schlecht und kaum geeignet für die Bebilderung eines internen Berichts.

Folgende Anforderungen würde ich an Fotos fürs Intranet stellen:

  • Ausgeglichene Belichtung. Bei Serien mit Aussen- und Innenaufnahmen kann es zu grossen Unterschieden in der Qualität kommen: Manche Bilder sind zu dunkel, andere zu hell. Die Schwierigkeit besteht darin, bei verschiedenen Lichtverhältnissen gut belichtete Bilder zu bekommen.
  • Scharfe Abbildung. Häufig zu sehen sind Bewegungsunschärfen oder Scharfstellung auf den Hintergrund – solche Bilder sind Ablöscher.
  • Eindeutiger Bildinhalt. Damit ein Bild im Web schon in der kleinen Ansicht wirkt, sollten die abgebildeten Personen, Gegenstände oder Szenen gut erkennbar sein. Im Sinne von «ein Stuhl ist ein Stuhl» sollten die Bilder keine Rätsel aufgeben. Auch sollte nichts Wesentliches abgeschnitten sein. So ist der Erinnerungswert viel grösser.

Damit gute Resultate herauskommen, braucht es schon ein paar Gedanken, einige Versuche und eine strenge Auswahl. So schnell und einfach geht das nicht immer. Und als Fotograf kann man dann beim Anstossen auch nicht selber mitmachen. Ein bisschen Entbehrung für das gute Bild muss also sein.

Ich darf dann am 6. Dezember, am Chlausabend, wieder für die Firma Fotos machen – in schwierigen Lichtverhältnissen und mit hoffentlich brauchbaren Resultaten.